Behandlungs-
weisen

Vor jeder homöopathischen Behandlung muss das individuelle Krankheitsbild in einem ausführlichen und langen Gespräch genau erfasst werden. Im Erstgespräch beschreibt der Patient seine Beschwerden so detailliert wie möglich, damit der Homöopath vom Krankheitsbild auf entsprechende homöopathische Mittel schliessen kann.

Bei Kopfschmerzen zum Beispiel wird unterschieden, ob die Schmerzen als pochend, ziehend oder stechend verspürt werden, ob die Schmerzen eher an der frischen Luft oder in geschlossenen Räumen abklingen oder ob der Patient das Bedürfnis hat, sich zur Linderung der Beschwerden hinzulegen.

Je nach Schmerzempfinden sucht der Homöopath ein geeignetes Mittel aus. Weitere Informationen über die Person des Patienten helfen ihm dabei. Er fragt deshalb nach Neigungen, Interessen, Charakter des Patienten und nach seinen Reaktionen auf Umweltreize. Auch körperliche Merkmale wie Grösse, Gewicht und Konstitution beachtet er bei seiner Beurteilung.

Der Homöopath schlägt nach dem Erstgespräch die wichtigen Symptome in einem sogenannten „Repertorium” nach. Dieses Nachschlagen wird deshalb als „Repertorisation” bezeichnet. Je nach Art der Beschwerden wird in der Repertorisation mehr Gewicht auf die körperlichen Beschwerden oder auf die Persönlichkeit des Patienten gelegt.

Man verabreicht in der klassischen Homöopathie nicht bei jedem Patienten mit gleichen Beschwerden die gleichen Mittel. Je nach Typ des Betroffenen wird die Behandlung entsprechend angepasst. Aus diesem Grund kommt dem Erstgespräch eine entscheidende Rolle zu.

Im Gegensatz zu den chronischen Beschwerden ist es bei akuten Erkrankungen meist viel einfacher, das richtige Mittel zu finden. Die Abgabe homöopathischer Mittel ohne Beachtung von Begleitsymptomen sowie lindernder oder verschlechternder Einflüsse gilt in den Kreisen klassischer, nach Hahnemann praktizierender Homöopathen nicht als korrekte homöopathische Behandlung.


Arnica C 30 Globuli