Homöopathie
Geschichte
Wirkungsweise
Potenzierung
Behandlungs-
weisen
Die homöopathischen Mittel werden vor allem in Form von Kügelchen (Globuli), Tropfen, Tabletten und Salben abgegeben. Manche Ärzte verabreichen homöopathische Arzneimittel auch mittels einer Spritze.
Bevor man ein neues homöopathisches Medikament zur Behandlung von Kranken einsetzt, wird es ausschliesslich an gesunden Testpersonen ausprobiert (Arzneimittelprüfung am Gesunden). Diese schreiben auf, welche körperlichen und psychischen Veränderungen nach der Einnahme des Mittels auftreten. Diese Veränderungen geben Hinweise darauf, welche Beschwerden bei kranken Menschen mit demselben Mittel gelindert werden könnten.
So wendet man beispielsweise homöopathisch verdünntes Bienengift (Apis) an, um Beschwerden zu lindern, die durch einen Bienenstich verursacht werden, sofern es sich dabei um eine rosa gefärbte Schwellung handelt, die sich warm anfühlt und der Schmerz durch Eisauflage gelindert wird.
Ein anderes einfaches Beispiel sind Mittel aus homöopathisch verdünnten Zwiebelextrakten. Diese werden bei Schnupfen abgegeben, bei dem die Augen tränen und die Nase rinnt.
Bei komplexen Erkrankungen benötigt der Homöopath viel Erfahrung, um das richtige Mittel herauszufinden. Die in der Homöopathie verwendeten Wirkstoffe bestehen hauptsächlich aus natürlichen Stoffen wie Pflanzen, Mineralien und tierischen Substanzen.
„Klassisch”, das heisst nach der Lehre Hahnemanns arbeitende Homöopathen, verabreichen ihren Patienten sogenannte „Einzelmittel”. Einzelmittel bestehen aus einem einzigen Grundstoff, zum Beispiel einem Mineral, einem tierischen Stoff oder einem Auszug aus einer Blume, wobei eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen der Pflanze darin enthalten sind.
Dass er das richtige Mittel zur Behandlung seines Patienten ausgewählt hat, erkennt der Homöopath unter anderem an der sogenannten „Erstverschlimmerung” (Heilreaktion) der Symptome. Das heisst, dass sich die Krankheit des Patienten in der Anfangsphase der Behandlung verschlechtern kann. Solche Erstverschlimmerungen sind meistens umso heftiger, je höher die Potenz des verabreichten Mittels ist, also umso stärker die Verdünnung ist. Nach Verschwinden der Erstverschlimmerung kann sich innerhalb weniger Tage eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes einstellen.
Mischpräparate aus verschiedenen Einzelmitteln werden vorwiegend in der Behandlung von akuten Krankheiten wie Grippe, Schnupfen oder Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Sie eignen sich sehr gut für die Selbstmedikation. Viele klassische Homöopathen lehnen die Gabe von Mischpräparaten jedoch ab.
Damit die homöopathischen Heilmittel ihre optimale Wirksamkeit entfalten, sollte man bei der Einnahme gewisse Regeln beachten, zum Beispiel:
